Fb banner

the guts company Forum
»Power to Whom – Crowds and Power«

Bogomir Doringer, Dr. Friederike Landau, Sarah Ulrich, Chiara Baldini, Susanne Scheerer, Billy Bultheel, Roel Wouters
CYNETART Festival | Samstag, 13.10.2018 | 15:00 - 20:00 Uhr
Festspielhaus Hellerau in Dresden
5/3 € oder Tagesticket


In diesem Forum werden interdisziplinär arbeitende KünstlerInnen und AktivistInnen wie Bogomir Doringer, Sarah Ulrich und Chiara Baldini die Rolle des kollektiven und individuellen Körpers in der sozialpolitischen Umwelt der Gegenwart untersuchen.

I »[Gegen]Macht - wer, wie und wie viele?« Dr. Friederike Landau

II »I Dance Alone« Bogomir Doringer

III »Oneness at the dawn of individuality: A journey through the cults of Dionysus and Cybele between Ancient Greece and Rome« Chiara Baldini

IV »Das empowernde Potential des weiblichen Körpers im clubkulturellen Kontext« Sarah Ulrich

V »Die Rolle von Klang für Crowd-Formationen« Billy Bultheel

VI »Attribute der Crowd« Roel Wouters

VII »Versammeln von Körpern – die Möglichkeit Machtverteilung in unserer Gesellschaft neu zu formen« Susanne Scheerer


DE Webversion: www.cynetart.org

I
»[Gegen]Macht - wer, wie und wie viele?«
Dr. Friederike Landau

In der Keynote [Gegen]Macht - wer, wie und wie viele? geht Dr. Friederike Landau (geb. 1989), Stadtsoziologin und politische Theoretikerin aus Berlin, der Frage nach, wie hegemoniale Setzungen von Bedeutung, Macht oder „Wahrheit“ entstehen und sich wieder auflösen können. Auf der Suche nach dem Ursprung „der“ Macht stößt Friederike auf die letzte Abwesenheit eines Grundes, und somit einer Begründung von Macht. Anders gesagt, Macht entsteht aus einem radikalen Nichts und ist somit immer kontingent, nicht notwendig und somit in Erklärungsnot ihrer Selbst. Diese Entthronung „der“ Macht richtet nicht nur den Blick auf die temporäre und widerrufbare Position jeglicher Art von Macht, sondern spürt auch neue Orte, Akteur*innen und Praktiken von [Gegen]Macht auf, die sich immer wieder neu (be)gründen müssen und wollen.

II
»I Dance Alone«
Bogomir Doringer

Ausgangspunkt des Forums "Crowds and Power" ist das laufende Forschungsprojekt „I Dance Alone“ des serbisch-niederländischen Künstlers Bogomir Doringer (Universität für angewandte Kunst Wien). Seit 2014 filmt er verschiedene Clubs aus der Vogelperspektive mit dem Ziel, Variationen von kollektiven und individuellen Choreografien weltweit zu dokumentieren. Sein Projekt besteht auf zwei verschiedenen Formen des Tanzes: die der Dringlichkeit und die der Unterhaltung. Funktionen des Tanzes können sozial, zeremoniell, erotisch, liturgisch, kompetitiv, martialisch sein - auch politisch, wie Doringer hinzufügt. In Ländern, in denen das Sozialsystem gescheitert ist und kulturelle Institutionen fehlen, fungieren Clubs als Treffpunkt, an dem ein "kollektiver Körper gebildet werden kann, der junge Menschen bewegt, erzieht und zuweilen manipuliert". Tanzflächen lösen soziale Interaktionen aus - potenziell politische oder gar eine Form von Aktivismus -, die in der Außenwelt angewendet werden könnten.

III
»Oneness at the dawn of individuality: A journey through the cults of Dionysus and Cybele between Ancient Greece and Rome«
Chiara Baldini

Vor mehr als zweitausend Jahren verbreitete eine Reihe von Kulten über Griechenland und die ganze antike Welt. Diese vermischten prähistorische, ekstatische Praktiken mit dem neu entstandenen philosophischen Diskurs. Diese Kulte, bekannt als die Mysterienreligionen, sorgten für den dringend benötigten frischen Wind, vor allem für jene, die keine wirkliche spirituelle Bedeutung in der olympischen Religion finden konnten. Sie lösten auch eine neue religiöse und kulturelle Bewegung aus, die in der Lage war, Menschen unterschiedlicher Herkunft jenseits des alten Stammesgefühls zu verbinden, sie mit der ekstatischen Dimension der Spiritualität zu verbinden und gleichzeitig die Fortsetzung des prähistorischen Kultes der Mutter Natur zu ermöglichen. In dieser Präsentation folgen wir den Kulten von Dionysos und Cybele auf ihrem evolutionären Weg, erforschen die spirituellen Ergebnisse ekstatischer Gruppenpraktiken, untersuchen Geschlechterrollen im Gottesdienst und die Reaktion der politischen Institutionen.

IV
»Das empowernde Potential des weiblichen Körpers im clubkulturellen Kontext«
Sarah Ulrich

Der weibliche Körper ist zurück. Zurück als Subjekt einer Debatte, die im Anschluss an Judith Butlers ‚Gender Trouble’ maßgeblich von einer theoretisch-diskursiven Dekonstruktion der Körper geprägt war. Doch immermehr Frauen* entdecken ihre Körper und Sexualität als Instrument der Selbstermächtigung. Der Körper materialisiert sich zunehmend als subjektive Aneignung - auch im clubkulturellen Kontext. Der Club und die sich darin vereinende heterogene Masse bieten Möglichkeiten für Räume der Subversion, das Aufbrechen von Hierarchien und der Machtaneignung - sind es jedoch nicht per se. Welche Voraussetzungen muss die moderne Clubkultur erfüllen, damit Praxis weiblicher Selbstermächtigung Raum greifen kann? Was macht die clubkulturelle Masse zum Ort, in dem Frauenkörper ihre Subjektivität und Sexualität neu definieren, mit ihr experimentieren, sie betonen können?

V
»Die Rolle von Klang für Crowd-Formationen«
Billy Bultheel

Für die Konferenz bei CYNETART wird er über den Einfluss von Sound auf die Bildung und Organisation von Crowds sprechen. Angefangen bei seiner Praxis der Komposition für Aufführungsräume, die mit der Schaffung einer Schallgeographie beginnt, die als Katalysator für Bewegung und Performance fungiert, bis hin zu den Menschenmengen der Besucher, die sich im venezianischen Pavillon versammelten, um die Aufführung von FAUST zu sehen. Als Kontrapunkt wird das Verhältnis zwischen dem Publikum und der Performance analysiert.

VII
»Versammeln von Körpern – die Möglichkeit Machtverteilung in unserer Gesellschaft neu zu formen«
Susanne Scheerer

Dieses Format untersucht die Macht des Sehens und Gesehen-Werdens: Unsichtbare Körper können im gesellschaftlichen Prozess und Fortschritt nicht beachtet werden, weil sie von ausführenden Mächten und Entscheidungsträgern nicht gesehen werden. Daher sind die Unsichtbarkeit marginalisierter Identitäten und Gegenkulturen kongruent mit einem Mangel an Macht. Während die blinden Flecken, die Privileg kreiert, oft eine Manifestation davon sind. Beides, Sichtbarkeit und Privileg sind Aspekte von Macht-Ausführung und das gleiche Hindernis – eingeschränkte Sicht.

Diesem Dilemma folgend wird die Lecture Performance Machtverschiebungen verhandeln, indem sie sowohl individuelle Privilegien und wie sie uns blind machen enthüllt als auch Identitätsmerkmale sichtbar macht, welche einer dominanten Kultur widersprechen.

Gemeinsam werden wir auf das Versammeln von Körpern schauen und wie sichtbar-werden bedeutet in deine eigene Kraft zu kommen.

Das Forum wurde entwickelt von the guts company in Kooperation mit Bogomir Doringer and CYNETART Festival/ Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Grafikdesign: Teresa Schönherr

Unit

Im Rahmen unseres Projektes Das Fremde realisierten wir 2016/17 gemeinsam mit der jungen Dresdner Firma intolight einen mobilen Tanz-Erfahrungsraum, der Menschen jeden Alters dazu einlädt eine kleine Tanzerfahrung zu machen.

In einer 3x3m großen Box kann zwischen vier Szenarien gewählt werden. Unter Anleitung darf sich bewegt und interaktiv Klang, Bild und Körper erforscht werden – eine ästhetische Gesamterfahrung, um sich Neuem zu öffnen und um möglicherweise Fremdes zu überwinden.

Nun ist sie wieder zu erleben!

Scheune Schaubuden Sommer!

Kommt vorbei und tanzt!

Konzeption: the guts company
Umsetzung: intolight
Visuals+Programmierung: André Viergutz
Sound: Steve Kasper
Beratung: Thomas Dumke
Organisation: Heike Zadow



Foto: intolight


Die UNIT wurde gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz und die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank.



Das eigene heimat

the guts company

PRESSEMITTEILUNG

Mit großer Freude hat the guts company die Meldung vernommen vom diesjährigen Ursula-Cain- Förderpreis 2017, der mit 5000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet zu werden. Für ihre Produktion Das Eigene / HEIMAT, die am 21. April 2016 im Societaetstheater Dresden Premiere feierte, hat die Company verschiedene Akteure der Dresdner Kulturszene zusammen gebracht und sich mit dem Thema der Heimatlosigkeit und auch -zugehörigkeit sowohl tänzerisch als auch musikalisch auseinander gesetzt.
Hirschgeweih, Schwarzwälder Kirschtorte, Platte, Lederhose, Vollkornbrot. Typisch deutsch oder doch nur lauter Klischees? Kann sich die junge Generation unseres Landes, die global vernetzt, multikulturell ist und sich als Weltbürger sieht, noch mit Traditionen und Bräuchen ihrer Heimat identifizieren?
Muss der Begriff „Heimat“ in unseren heutigen Zeiten neu definiert werden? Die Dresdner Choreografin Johanna Roggan lotet gemeinsam mit dem Dresdner Gnadenchor und den Tänzerinnen Simone Detig, Anna Fingerhuth, Cindy Hammer, Jule Oeft / Chiara Detscher und Romy Schwarzer Klischees des typisch Deutschen aus, werfen über Bord und gelangen zur Erkenntnis, dass Heimat eine Utopie bleibt, eine Erinnerung und Sehnsucht nach der Ferne, ihre Heimat ist irgendwo im Exil verortet.

Der Ursula-Cain- Förderpreis wird alle zwei Jahre verliehen und the guts company ist erfreut, dass die Innovation und künstlerische Arbeit der Company geschätzt und gefördert wird. Als Preisträger nominiert zu sein bestärkt die Company in ihrem Vorhaben auch weiterhin in Sachsen zu arbeiten und die Tanzszene Sachsens mit neuen Arbeiten zu bereichern.

Mehr Infos unter: www.tanzpreis-sachsen.de

Foto: Lutz Michen


Unit

Im Rahmen unseres zweiten Doppelpass Projektes Das Fremde realisieren wir gemeinsam mit der jungen Dresdner Firma intolight einen mobilen Tanz-Erfahrungsraum, der Menschen jeden Alters dazu einlädt eine kleine Tanzerfahrung zu machen.

In einer 3x3m großen Box kann zwischen vier Szenarien gewählt werden. Unter Anleitung darf sich bewegt und interaktiv Klang, Bild und Körper erforscht werden – eine ästhetische Gesamterfahrung, um sich Neuem zu öffnen und um möglicherweise Fremdes zu überwinden.

Eröffnung: 25. Januar 2017, 17:00 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

Danach ist die UNIT täglich von 10:00 - 18:00 geöffnet (außer montags).
Kommt vorbei und tanzt!


Konzeption: the guts company
Umsetzung: intolight
Visuals+Programmierung: André Viergutz
Sound: Steve Kasper
Beratung: Thomas Dumke
Organisation: Heike Zadow



Foto: intolight


Die UNIT ist gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz und die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank.



Tgc calendar

Der Nikolaus war da und hat uns lauter frohe Flöhe ins Ohr gesetzt für diesen Monat. Angesichts der unumstößlichen Tatsache, dass Weihnachten vor der unmittelbaren Tür steht, haben wir uns etwas sehr Gutes ausgedacht. Da wir gute Dinge gern teilen, nun unsere Neuigkeiten:

Luise Matzat hat unseren Proben mit Stift und Papier begewohnt und endlich können wir euch das ganze Jahr 2017 begleiten, denn wir haben unsere Kreativität geeint und einen zauberhaft schönen Kalender geschaffen.
Ihr könnt ihn bis zum 20. Dezember direkt bei uns bestellen und wir garantieren eine Zustellung bis zum Weihnachtsfest.

Eure Bestellung sendet an: post@thegutscompany.net
Der Kalender kostet 23,00€ (inkl. Porto) - bitte gebt eure Adresse an!

Auch kann man natürlich weihnachtliche Tickets für unsere nächsten Vorstellungen von Das Fremde / ALIENIdentität erwerben. Das freut auch Freunde, Bekannte und die Lieben.

Am 21. und 22. Januar 2017 in HELLERAU-Europäisches Zentrum der Künste Dresden begrüßen wir das Neue Jahr mit fremden und eigenen Perspektiven.

Wir wünschen euch allen einen wundervollen Jahresausklang, ruhige Feiertage und einen fulminanten Start in das Jahr 2017!
Stay tuned, wir freuen uns auf ein weiteres Jahr mit euch!


Bild: Luise Matzat


Kleines symposium

the guts company lädt zur Diskussion nach
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Das Fremde. Die Fremde. Der Fremde.
Das Fremde als Konstrukt, als Perspektive, als Alltag.

Ein weiterer Teil unserer zweiten Doppelpass Produktion Das Fremde fokussiert sich auf einen diskursiven Austausch zum Thema. Wir laden drei Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven zum Thema das Fremde zu Vortrag und Diskussion ein und freuen uns auf ein interessiertes, gesprächsfreudiges Publikum.


Vortragende:

Sabrina Dunja Schneider - Literatur- und Medienwissenschaftlerin:
"Welch´ seltsames und fremdes Selbst!"

Fieder Zimmermann - Musiker und Komponist:
Das Fremde in der Tongestaltung

Dirk Skiba - Philosoph:
Konstruktionen des Fremden


Der Eintritt ist frei

Im Anschluss an das kleine Symposium sind alle Teilnehmer herzlich eingeladen sich die Vorstellungen Clean me •Uraufführung• von Go Plastic company um 20:00
und Die Anderen // work in progress_LINIE 08 von the guts company um 21:30 anzusehen.


Das kleine Symposium ist gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz und die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank.



Audition

AUDITION FÜR NEUPRODUKTION THE GUTS COMPANY


Die Choreografin und künstlerische Leiterin Johanna Roggan von the guts company, sucht eine professionelle Tänzerin mit deutschen Wurzeln. Die Tänzerin sollte eine sehr gute zeitgenössische Technik haben, Improvisations- und Bühnenerfahrung mitbringen. Sicherheit im Umgang mit Sprache auf der Bühne sowie Interesse an kreativen Prozessen sind Voraussetzungen.

the guts company ist eine junge Dresdner Tanz-Company, 2013 gegründet, will sie das Innere, das körperliche und auch emotionale Zentrum der Zuschauer ansprechen. Die damit einhergehende dargestellte Innerlichkeit und Emotionalität auf der Bühne ist die große Stärke und Kraft der Company und ihrer Darsteller.


Unser Projekt Das Eigene / Heimat im Rahmen des Fonds Doppelpass wird von Ende Februar bis Ende April 2016 in Dresden stattfinden:

Das Fremde und das Eigene sind relationale Begriffe. Ohne das Fremde wäre das Eigene nicht denkbar und umgekehrt.
Die Produktion Das Eigene/ Heimat nimmt sich Deutsche Volkstänze und Deutsche Volkslieder zum Gegenstand der Betrachtung von Heimat, von Sich-Auskennen, Gesellschaft in Bewegung und der Frage, mit welchen Mitteln Identität gestiftet wurde und wird. Die Frage nach Heimat ist momentan ein heikles, aufreibendes Thema, nicht nur in Sachsen, nicht nur in Deutschland. Die 5 Tänzerinnen und der 10-köpfige Chor begeben sich, gemeinsam mit der Choreografin Johanna Roggan und einem Musiker in der Erarbeitungsphase von Das Eigene/ Heimat auf die Suche nach persönlichen Heimatbegriffen, nach Liedern, Tänzen und Traditionen, die sie noch heute begleiten oder die sie schon längst hinter sich gelassen haben.

Probenzeitraum: 29.02.2016 - 21.04.2016
Aufführungen: 22.04.2016 - 26.04.2016
Vergütung: Probenpauschale + Aufführungshonorar (Unterkunft wird gestellt)



Weitere Informationen:

www.thegutscompany.net
www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/programme/doppelpass/


Bitte schickt Euren CV + Video-Link (in dem ihr eindeutig erkennbar seid)
bis 30.10.2015 an:

bondartschuk@thegutscompany.net (Die Audition erfolgt nur auf Einladung.)

Audition in Dresden // Ort wird noch bekannt gegeben:
28.11.2015 - 11:00 - 18:00 Uhr
29.11.2015 - 11:00 - 18:00 Uhr


Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes